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Dinge, die Cisco Ihnen über die Router ISR G1 und G2 nicht verraten wird

Cisco hat seine Kunden jüngst angeregt, auf seine Edge-Router-Plattform der neuen Generation (ISR Gen2, 1900/2900/3900) umzurüsten. Möglicherweise hat Sie Ihr Cisco Account Manager bereits kontaktiert, um mit Ihnen die Umstellung von der Infrastruktur der gegenwärtigen Generation ISR Gen1 (1800/2800/3800) zu besprechen. Die neue Plattform ist zweifellos sehr schnell und leistungsstark, aber welchen Vorteil bringt diese Umrüstung wirklich?

Sicher gibt es einige gute Gründe, um auf die Router ISR G2 umzurüsten.  Nachstehend lesen Sie ein Interview mit einem unserer Cheftechniker, der diese Entscheidung aus technischer Sicht gründlich analysiert.

D.  Gibt es Situationen, die zur Umstellung von ISR G1 Routern auf ISR G2 zwingen?

R.  Ja, aber solche Situationen sind wesentlich seltener als man glaubt.  Bei diesen kleinen Routern beruht die Entscheidung effektiv auf Anforderungen an die Geschwindigkeit der Datenübertragung und die benötigten physischen Schnittstellen.  Bei Verbindungen mit weniger als 100 MB/s bietet ein Router 1800 oder 2800 mehr als genug Leistung.  Für Datenübertragungsraten von 100 bis 500 MB/s sind die Modelle 1900 oder 2900 ideal, auch wenn wir in der Regel das Modell 3800 empfehlen, das in diesem Fall mit einem erheblichen Rabatt angeboten wird.  Für Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 500 MB/s ist das Modell 3900 vorzuziehen.

D.  Werden diese Geräte normalerweise nicht als Edge-Router eingesetzt? Nutzen Unternehmen in der Regel nicht Verbindungen mit weniger als 100 MB/s?

R.  Das ist korrekt. Genau deshalb stellen die Router ISR G1 (1800, 2800 und 3800) eine optimale Lösung dar.  Die Router G1 sind zu einem Drittel des Preises der Modelle G2 erhältlich und für die meisten Umgebungen mit Datenübertragungsraten bis 100 MB/s mehr als ausreichend.

D.  Gibt es noch andere Situationen, in denen ein Unternehmen den G2 einem G1 vorziehen sollte?

R.  Ja. Wie zuvor bereits erwähnt, könnte die Notwendigkeit durch die physischen Schnittstellen bedingt sein, auch wenn diese nur selten benötigt werden. Benötigt ein Unternehmen ein WAN EHWIC-ESG oder 4G Wireless Modul, muss es auf den G2 umrüsten. In allen anderen Fällen bietet die Serie G2 im Hinblick auf die physischen Schnittstellen keine nennenswerten Vorteile im Vergleich zur Serie G1.

D.  Welche Software-Optionen sind für die beiden Serien verfügbar?

R.  Die neueste Version für die Serie G1 ist die 15.1(4)M, eine zuverlässige Software mit großem Funktionsumfang und wenigen Bugs.  Die Funktionen der Version 15.2 werden nur selten benötigt, aber auch dieser Aspekt  muss berücksichtigt werden (wenn auch selten). Hierbei muss unterstrichen werden, dass die Software für die Serie G2 noch viele Bugs aufweist, während die SW der Serie G1 wesentlich ausgereifter ist und daher eine höhere Stabilität bietet. Wenn der Kunde ferner Call Mrg Express oder Unity Express nutzt, empfiehlt sich die Serie G2, weil diese Funktionen direkt an die Lizenz und die Software gebunden sind und ein SMARTnet Vertrag erforderlich ist.

D.  Wann wird der SMARTnet Support für die Serie G1 eingestellt?

R.  Der SMARTnet Support wurde bereits im November 2012 eingestellt, aber unser Programm NetSure bietet Support auf höchstem Niveau, zu einem deutlich günstigeren Preis für die gesamte, vom Unternehmen benötigte, Dauer. Ausführlichere Informationen über NetSure finden Sie unter www.curvature.com/maintenance.

Denken Sie einen Augenblick an Ihr Heimnetzwerk. In der Regel wird ein verkabeltes oder xDSL Modem genutzt, das an einen Router angeschlossen ist, der wiederum die Geräte über eine Gigabit-Netzwerkkarte (1.000 MB/s) verbindet.  Je nach dem vom Provider erworbenen Service-Level liefert das Modem Datenübertragungsraten zwischen 1 und 5 MB/s.  Sollte Intel nun plötzlich eine Netzwerkkarte mit 10 Gigabit anbieten und mit der unglaublichen Geschwindigkeit und Leistung dieser neuen Netzwerkkarte werben, sollten Sie sich davon nicht beeindrucken lassen, weil der Engpass Ihrer Verbindung die Übertragungsrate des Modems von 1 bis 5 MB/s ist und wahrscheinlich immer bleiben wird.  Wären Sie bereit, für ein solches Update zu bezahlen?  Natürlich nicht.

Bei der Markteinführung der Router 1900, 2900 und 3900 hat Cisco ein beachtliches Leistungsspektrum eingebaut, aber die meisten Nutzer konnten davon nicht profitieren, weil sie in der Regel T1- oder T3-Verbindungen nutzen.  Stellen Sie sich vor, Sie nutzen einen Router 2811 mit sechs T1-Leitungen (mit VWIC Karten zur Maximierung der Portdichte). Jede T1-Leitung hat eine Bandbreite von 1,54 MB/s, insgesamt stehen also 9,24 MB/s zur Verfügung.  Das Modell 2811 bietet eine Datenübertragungsrate von 61 MB/s (2.821=87 MB/s und 2.851=112 MB/s). Nehmen Sie nun an, Ihr Cisco-Vertreter empfiehlt Ihnen, die aktuelle Infrastruktur komplett zu entfernen und Router der Serie 2911 einzusetzen, mit denen die Datenübertragungsrate auf stolze 180 MB/s gesteigert werden kann.  Würden Sie dieses Update vornehmen, um die höhere Übertragungsrate nutzen zu können?  Was geschieht aber, wenn dadurch auch die Investition in Ihre WIC und Ihr Netzwerkmodul hinfällig ist und Sie zusätzlich neue Schnittstellenkarten für eine Übertragungsrate erwerben müssen, die Sie sowieso niemals erreichen werden?  Und wenn Sie dies außerdem zwingen würde, auf ein universelles IOS-Image umzurüsten, das spezielle Schlüssel zum Freischalten der Routerfunktionen erfordert?

Im Wesentlichen: Curvature liefert Ihnen weiterhin und so lange Sie sie benötigen die Produkte der Serien 1800, 2800 und 3800 zu einem Preis an, der deutlich unter dem für die Serie G2 liegt, und die Router der Serie G2 sind aus technischer Sicht nur selten wirklich erforderlich. Für Verbindungen mit mehr als 100 MB/s empfiehlt sich ein Router G2 oder 3800 und für mehr als 500 MB/s das Modell 3900. Wenn Sie Call Mrg Express oder Unity Express nutzen oder eine der selten erforderlichen, nur von der Version 15.2 unterstützten Funktionen benötigen, ist die Umrüstung auf einen Router der Serie G2 sinnvoll. In den meisten Fällen werden diese Geräte für einfache Anwendungen genutzt und Techniker benötigen sie nur für die Optimierung einiger einfacher Vorgänge. In Anbetracht dieser Tatsachen sind die Router der Serie G1 eine optimale Lösung. Vor allem, wenn man die erhebliche Kosteneinsparung und die höhere Stabilität der Software berücksichtigt, erweist sich die Serie G1 als entschieden interessanter.

Auf dem Markt sind die Serien 1800, 2800 und 3800 in der Regel mit einem Rabatt von 75 bis 80% auf den Listenpreis erhältlich, während auf die Serien 1900, 2900 und 3900 ein Rabatt von fast 50% gewährt wird. Am Lager verfügen wir über einen Bestand aller Modelle ISR G1 und G2, die sofort lieferbar sind.

Vergleich der Datenübertragungsraten der ISR Serien G2 und G1