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Server and Storage Specialist
Date: Mo, 03/13/2017 - 10:25

Alte Server mit neuem Leben erfüllen

Alte Server mit neuem Leben erfüllen

Wir haben unseren Lesern auf LinkedIn die folgende Frage gestellt: Wussten Sie, dass Ihre Server für eine Lebensdauer von 6-10 Jahren ausgelegt sind? Es folgten rasch zahlreiche Antworten mit unterschiedlichen Meinungen. Hier ein kurzer Überblick:

Widerspruch

  • „Billige Server ‚altern‘ schneller als gut geplante Server...“
  • „…Sie sollten Hardware alle 3-5 Jahre austauschen, um Ihre Software-Umgebung wieder leistungsfähig zu machen.“
  • „Ich frage mich, wie viel Produktivität dadurch verloren geht, dass man alte Server weiter nutzt?“

Zustimmung

  • „Großartiges Konzept – Unternehmen sollten auf Basis ihrer Applikationen und ihrer geschäftlichen Anforderungen entscheiden, wann sie ihre Server modernisieren.“
  • „…durch die Virtualisierung sehe ich das Thema Langlebigkeit von Servern nun mit anderen Augen. Man sollte eine Plattform so planen, dass sie beim Ausfall einer beliebigen Komponente betriebsbereit bleibt, und für einen Bruchteil des Einzelhandelspreises Qualitätshardware aus zweiter Hand kaufen.“

Im Zusammenhang mit dieser Diskussion bleibt die Frage offen: Wie lange halten Server nun wirklich?

Der „3-5-Jahres-Zyklus“ – ein Mythos?

Server halten in Wahrheit länger als man denkt. Die Lebensdauer wird oft mit dem vorgegebenen Gewährleistungs- oder Support-Zeitraum der OEM-Anbieter verwechselt (in der Regel 3-5 Jahre). Dem Bericht eines führenden Marktanalyseunternehmens zufolge kann die Lebensdauer eines Servers jedoch 7-10 Jahre betragen (üblicherweise 6 Jahre für Rack-Server und bis zu 10 Jahre für integrierte Systeme), also „bis zu zehnmal länger als der typische Erneuerungszyklus für Server und Speicher-Arrays.“

Die tatsächlichen Kosten von Upgrades

Nehmen wir an, Sie möchten bei ihrem OEM-Anbieter bleiben. Dann haben Sie die Möglichkeit, entweder Ihren Wartungsvertrag zu erneuern oder Ihre Server durch Geräte der neuesten Generation zu ersetzen. Beide Optionen kommen Sie extrem teuer zu stehen. Die tatsächlichen Kosten der Upgrades sind höher als die Kosten der Erstanschaffung.

Einwände:

  • Produktivitätsverlust: Ein Hardware-Upgrade ist eventuell mit Stillstandszeiten verbunden, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Personalarbeitszeit, die Verfügbarkeit von Services und andere Projekte im Unternehmen. Möglicherweise steigen damit auch die Anforderungen an den technischen Support bei Ausfall des Systems.
  • Nicht erzielter ROI: Die IT-Abteilung muss während der Integration neuer Ausrüstung rund um die Uhr für Support zur Verfügung stehen. Migrationen und Upgrades sind komplexe Projekte, die Ihr Team davon abhalten, Innovationen voranzutreiben und den Umsatz zu steigern.

Hyperkonvergente Infrastruktur – Innovation mit alter Hardware

Hyperkonvergente Infrastruktur ist nicht nur ein Modewort. Es steht vielmehr für eine neue Methode, nach der vorausschauende CIOs ihre Datenzentren planen.

In einer hyperkonvergenten Infrastruktur können alte Server als Komponenten genutzt werden. Einige unserer Kunden haben ihre dreistufige Architektur (Server, SAN, Speicher) unter Nutzung der bestehenden Netzwerkinfrastruktur in eine zweistufige hyperkonvergente Umgebung (Server/Speicher) verwandelt. Alte Systeme lassen sich in einer hyperkonvergenten Infrastruktur also noch als Komponenten nutzen.

Sie sollten hyperkonvergente Infrastrukturlösungen in Ihre Planungen einbeziehen, da sie Insellösungen überflüssig machen und stärker auf einer konsolidierten Infrastruktur beruhen, welche die Abhängigkeit von teuren Räumlichkeiten verringert und weniger Strom verbraucht. All dies verringert die Betriebskosten und den Wartungsaufwand.

Eine hyperkonvergente Lösung eröffnet zudem zahlreiche Optionen:

  • Softwaredefinierte Speicher: Die Datenflut ist eine reale Herausforderung. Pro Tag werden rund 2,5 Exabyte erzeugt. Das entspricht der Datenmenge eines HD-Videos mit einer Abspieldauer von 90 Jahren. Softwaredefinierte Speicherlösungen sind erwiesenermaßen erheblich effizienter als traditionelle Hardwarespeicher. Durch sie kann die Anzahl der Hardwarespeichereinheiten, die regelmäßig gewartet und ersetzt werden müssen, verringert werden.
  • Datenschutz und höhere Verfügbarkeit: Hyperkonvergente Plattformen sind virtuelle Plattformen, ermöglichen Ihnen also, auch bei Fehlfunktionen oder in Unglücksfällen rund um die Uhr auf Ihre Daten zuzugreifen, da essenzielle Funktionen wie Datenschutz, Datensicherung und Datenwiederherstellung redundant implementiert werden können.
  • Schnellere Bereitstellung: Upgrades, die auf Anforderung des Kunden erfolgen, lassen sich in kürzerer Zeit verteilen und implementieren, ohne die Betriebsabläufe zu stören. Das bedeutet kürzere Vorlaufzeiten – und Sie können Ihr Humankapital für Projekte einsetzen, die Ihren Umsatz steigern.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Hinweisen einige Denkanstöße gegeben zu haben, denn auch wenn die OEM ständig neue Technologien ins Gespräch bringen, müssen wir uns meiner Meinung nach ansehen, was wirklich dahinter steckt, und dabei die Zukunftsfähigkeit Ihrer Unternehmenstechnologie im Blick behalten.

Dabei geht es nicht nur darum, die Lebensdauer veralteter Server zu verlängern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sämtliche Hardwarekomponenten der Vorgängergeneration weiter verwenden können – zum Vorteil Ihres Unternehmens und nicht zuletzt unseres Planeten, auf dem wir leben.

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