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Former Curvature Vice President of Business Development and Global Marketing
Date: Do, 03/31/2016 - 08:38

Was ist bimodale IT?

Curvature North American Distribution Center

Gartner Research beginnt, über bimodale IT zu sprechen 

Zur Einführung in den Begriff der bimodalen IT muss zunächst erwähnt werden, dass IT-Unternehmen Änderungen bis jetzt immer sehr regelmäßig, stabil und systematisch implementiert haben. In einem Teil der IT-Umgebungen kann dieser langsame, systematische Ansatz auch heute noch weiter verfolgt werden, aber um Innovation zu ermöglichen, müssen die meisten Komponenten für schnelle Änderungen ausgelegt sein. Um ein Unternehmen effizient zu führen, muss das IT-Management seine Abteilung für zwei separate „Arbeitsmodi“ rüsten.

Mitunter wird behauptet, dass sich viele IT-Unternehmen dem Wandel widersetzen, ich hingegen glaube einfach, dass sie vorsichtig vorgehen. In der Regel verfolgen IT-Abteilungen im Hinblick auf Änderungen äußerst ausgewogene Ansätze, um die Implementierung unter Kontrolle zu behalten. Diese Vorgehensweise führt zu Verfahren, deren Implementierungszyklen extrem langsam erscheinen und es im Grunde auch sind. 

Gartner zufolge sind viele Bereiche in Unternehmen auch heute noch auf IT-Verfahren dieser Art angewiesen. Gleichzeitig zwingt die rasche Weiterentwicklung der meisten Geschäftsverfahren andere Bereiche zu schnellen Änderungen, mit denen traditionelle IT-Modelle nicht Schritt halten können. Bei diesem Szenario spricht Gartner von der „Digitalen Transformation“. Mit entsprechend abgestuften Voraussetzungen und Bereichen können Unternehmen betriebsintern die IT-Aufgaben in zwei Gruppen gliedern, d.h. einen bimodalen Ansatz einführen (Modus 1 und Modus 2). 

Modus 1 garantiert dabei die Stabilität, Verfügbarkeit und Fehlertoleranz der Unternehmensbereiche, die sich generell langsamer verändern (wie z.B. die Kreditoren- und Debitorenverwaltung oder die traditionellen Systeme der Rechnungsstellung). 

Modus 2 hingegen betrifft die sich rasch weiterentwickelnden IT-Innovationen, wie Bereiche für Mobilanwendungen oder das Big Data-Management. 

Beide Gruppen sind für das Unternehmen von strategischer Bedeutung und ihre Effizienz muss erhalten werden. Dabei ist ein Modus mit der gemäßigten Geschwindigkeit eines Marathonläufers und der andere mit der eines Sprinters vergleichbar. 

Ein zweiter Faktor, der diese zwei Arbeitsmodi unterscheidet, ist das Risiko. 

Modus 2 zwingt das Unternehmen, ein gewisses Maß an „digitalem Risiko“ einzugehen, während in Modus 1 keinerlei Risiko tollerierbar ist. In vielen Unternehmen wird die Ansicht vertreten, dass IT-Organisationen nicht alle Systeme in beiden Modi verwalten können. Hierfür müssten innerhalb der Organisation Bereiche gegründet werden, die Gartner als „Digitale Startups“ bezeichnet. In einigen Fällen führt dies zu einer direkten Integration der IT-Aufgaben in die betrieblichen Verwaltungsfunktionen wie Vertrieb oder Marketing. 

Die Herausforderung besteht hier allerdings darin, dass die für beide Modi verwendeten Systeme und Instrumente reibungslos interagieren müssen. 

Im Hinblick auf Lieferanten erfordert die Existenz der zwei Modi unterschiedliche Einkaufsmodelle und Systemvoraussetzungen. Lieferanten müssen lernen, sich diesen Beschaffungsverfahren anzupassen und sie müssen wissen, wie sie sich gezielt an die Verantwortlichen der zwei Gruppen wenden können, um angemessene Lösungen anzubieten.

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