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Wodurch zeichnet sich nachhaltige IT aus?

Man könnte meinen, dass Nachhaltigkeit und Unternehmensgewinne nicht immer zusammengehen. Das sollte aber kein Totschlagargument in der Diskussion sein. Fest steht, dass ein Unternehmen allein keine nachhaltige IT erreichen kann. Das Problem ist nicht auf den Mikrokosmos des Unternehmens beschränkt. Es ist makrokosmisch und erfordert eine grundlegende Änderung der Art und Weise, wie wir Geschäftsziele im globalen Maßstab sehen und bewerten.

Gebrauchte Hardware ist gut für das Unternehmen und die Umwelt

Obwohl der Begriff noch nicht verbindlich definiert ist, gehören zu den Grundsätzen für die Einrichtung einer „nachhaltigen IT-Umgebung“ die Wiederverwendung, Wiederaufbereitung oder das Umfunktionieren von IT-Ausrüstung am Ende des Lebenszyklus. Man vergisst man leicht, wie etwas, das in Bytes und Racks ausgedrückt wird, mit der natürlichen Welt verbunden ist, aber die Prinzipien sind dieselben. Eine pflegliche Behandlung sorgt dafür, dass beide gesund bleiben. Egal ob es sich um einen jahrhundertealten Gletscher oder einen älteren Server handelt: Vernachlässigung kann zur Katastrophe führen. Ohne Wartung und einen gründlich durchdachten Backup-Plan kann sich ein scheinbar isoliertes Problem zu einer Katastrophe für das gesamte System auswachsen.

Dieser Backup-Plan ist wichtig, denn Sie leisten einen großen Beitrag für die Umwelt, wenn Sie Geräte so lange wie möglich verwenden und anschließend recyceln. Die Wahl zuverlässiger und erschwinglicher Wartungspartner für Ihre Alt-Hardware ist ein sinnvoller erster Schritt zu einer nachhaltigeren IT.

Tatsächlich haben Unternehmen, die überkommene Kategorien wie „alt“ hinterfragen, die Möglichkeit, ihre Beschaffungsstrategie insgesamt einmal zu überdenken. Ältere Ausrüstung muss kein Hemmschuh sein, vielmehr kann sie in eine Strategie zur Beschaffung von Hardware eingebettet werden, die Chancen für Kosteneinsparungen und Wachstum bietet. Das ist dient dem Unternehmen und der Umwelt.

Der IT-Abfall muss nicht dem IT-Wachstum entsprechen

 

„The fundamental problem is that we haven’t been able to decouple growth from waste generation, which is a proxy for consumption”, sagt Stan Krpan, Geschäftsführer von Sustainability Victoria, einer staatlichen australischen Umweltorganisation. „Many would say consumption is a good thing, but we really have to recognize that there’s a cost to that—and that cost falls onto the environment.” (Quelle.)

 

Die größte Herausforderung für Unternehmen ist heute, sich von der Auffassung zu lösen, die Erzeugung von Abfall sei ein unumgängliches Nebenprodukt des Wachstums. Diese Herausforderung ist auch die dringlichste.

Es ist eine Tatsache, dass sich unsere Erde erwärmt. Das letzte Jahr war das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den USA. Seit 1980 hat es 219 schwerwiegende Wetterereignisse gegeben, die Schäden von mehr als 1,5 Billionen USD verursacht haben. 2018 war das teuerste Jahr in der Geschichte der USA, was Wetterkatastrophen betrifft. Wir belasten unsere Umwelt über ein verträgliches Maß hinaus und haben es versäumt, einen soliden Instandhaltungsplan umzusetzen, der sicherstellt, dass sie weiterhin funktioniert. Wie bei nicht unterstützten Geräten in einem Rechenzentrum kommt es nach und nach zu Ausfällen.

Warum ist es dringend notwendig, die Art und Weise, wie wir unsere Geschäfte betreiben, zu überprüfen? Es hat viel mit zeitlichen Perspektiven zu tun. Laut Studien, die sich mit Aufzeichnungen von Satellitendaten über 25 Jahre befassen, steigt der Meeresspiegel. Alle zehn Jahre verringert sich die Größe der schmelzenden Polkappen um neun Prozent, wie auf Aufnahmen von NASA-Satelliten zu sehen ist.

Selbst in Japan, wo Touristen die natürlichen Eisformationen in bergigen Landschaften sehen möchten, die einst riesigen Monstern wie Godzilla ähnelten, findet eine Veränderung statt. Diese als „Juhyo“ (Eismonster) bekannten Formationen sehen inzwischen nicht mehr wie gigantische Kaiju aus, sondern wie Yeti, der Schneemensch.

In der Tat bietet das Godzilla-Monster zahlreiche Analogien für unsere derzeitigen Zukunftsaussichten. Ein uraltes Naturmonster wird durch die Torheit der Menschen und ihren verantwortungslosen Umgang mit mächtigen Technologien erweckt und deformiert. Es handelt sich zwar um eine fiktive Geschichte, doch die Art und Weise, wie die Menschheit darin als Herrscher über Natur und Technik agiert, macht sie zum Gleichnis auf unsere wirkliche Welt.

Die Anforderungen an neue Technologien müssen sich ändern

Neue Technologien gehen nicht immer mit Verbesserung einher, vor allem wenn ihre Anforderungen nicht mit langfristigen Klimazielen vereinbar sind. Wir müssen über Geschwindigkeit, Kapazitäten oder andere „innovative“ Vorteile hinausblicken, die im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Technologie angepriesen werden.

Natürlich können diese Aspekte wichtig sein. Neue Technologien müssen sich aber auch daran messen lassen, inwiefern sie zu einer weltweiten Vermeidung oder Reduzierung von Abfall beitragen können. Dieses Kriterium können wir gleich für die anfängliche Konstruktionsplanung mit einfordern. Ob es sich um Plastik in den Meeren unseres Planeten oder unsachgemäße Vorkehrungen für die Verwaltung von IT-Anlagen handelt: Wie im Beispiel von Godzilla tragen wir zur Erschaffung unserer eigenen Monster bei.

Die Kunden von morgen verlangen bereits heute ein Umdenken. Tausende von Kindern in 123 Ländern haben vor Kurzem gestreikt. Sie haben gegen die Untätigkeit der Regierungen bei der Umsetzung wirksamer globaler Richtlinien zur Eindämmung des Klimawandels protestiert. Die Nachfrage ist bereits vorhanden. Erfolgsgeschichten von Unternehmen existieren bereits. Sehen Sie sich als Beweis dafür z. B. Patagonia oder ein anderes der vielen Unternehmen mit dem Nachhaltigkeitszertifikat „B Corporation“ an. Die nächste Innovation ist weltweit nachhaltige IT.

Die Kohlenstoffsteuer

Wir denken oft, unser digitales Leben sei die einzige Ursache für den Klimawandel. Es trägt zwar sehr viel dazu bei, aber es gibt noch andere Gründe. Am besten hat es Bill Gates mit seinem Hinweis darauf beschrieben, dass die Stromerzeugung nicht die Hauptursache für den Klimawandel ist. Die Stromproduktion sei nur für ca. 25 % der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auch Fertigungsindustrie (21 Prozent), Verkehr (14 Prozent), Landwirtschaft (24 Prozent), Gebäude (6 Prozent) und andere Quellen (10 Prozent) tragen erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei.

Klimainnovation ist in allen Branchen dringend notwendig.

Kleinvieh macht auch Mist – dieses Motto gilt auch für den Klimaschutz, wo jeder noch so kleine Beitrag zählt. Klimainnovation bedeutet, einen Weg zu finden, auf dem wir dem Ziel einer klimaneutralen CO2-Bilanz mit jedem Schritt ein Stückchen näher kommen.

Es ist eine gewaltige Aufgabe, die CO2-Emissionen mithilfe von Klimainnovationen auf Null zu senken. Doch auch wir als Verbraucher und Nutzer von Produkten und Dienstleistungen können durch unsere Entscheidungen bereits eine Menge bewegen.

Haben Sie eine nachhaltige Infrastruktur?

Als CIO oder ITM können Sie mit Ihren Entscheidungen die Dinge in eine andere Richtung lenken. Während Unternehmen die neuesten energieeffizienten Prozessoren auf den Markt bringen, sollten Sie bedenken, welche Auswirkungen die ständigen Upgrades bei jeder Markteinführung einer neuen Produktreihe haben. Schließlich ersetzen Sie nicht einfach eine Komponente.

Der Einbau eines neuen Prozessors in einen neuen Server zieht häufig ein Upgrade des gesamten Systems nach sich. Rechnen Sie dies auf Ihr gesamtes Unternehmen hoch und führen Sie sich die Auswirkungen vor Augen. Unternehmen, für die Nachhaltigkeit ein echtes Anliegen ist, machen die Reduzierung von Abfall zu einer zentralen Aufgabe im Rahmen ihrer IT-Strategie. Dies beginnt damit, Geräte so lange wie möglich zu nutzen, sie wiederzuverwenden, wann immer es möglich ist, und endet mit dem Recycling jedes einzelnen Gerätes, wenn es nicht mehr verwendet werden kann.

Diese Faktoren sollten bei der Gestaltung Ihrer derzeitigen und zukünftigen Rechenzentren im Mittelpunkt stehen. Genau wie eine schlechte Wartung negative Auswirkungen haben kann, ist es möglich, durch eine gute Instandhaltung das Gegenteil zu bewirken. Ihre Sicht der Nachhaltigkeit bei Innovationen bestimmt, mit welchen Partneranbietern Sie zusammenarbeiten, welche Art von Mitarbeitern Sie einstellen und welche Auswirkungen Ihr Unternehmen auf die Welt hat.

Wie man sich nachhaltige IT-Ziele setzt

Das Ziel ist ganz einfach. Wir müssen unsere Auffassung von einem erfolgreichen Unternehmen ändern. Ein erfolgreicher Geschäftsplan sollte nicht nur die Gewinnprognosen für das nächste Jahr oder die nächsten zehn Jahre enthalten. Wir können uns ein Beispiel an Patagonia nehmen: Will man ein Unternehmen planen, das vielleicht auch in 100 Jahren noch existiert, muss man den Blick über die unmittelbaren und ausschließlich monetären Wachstumsmöglichkeiten hinaus richten. Verfolgen Sie eine ganzheitlichere Strategie.

Diese Strategie sollte sowohl die Gewinne als auch die Leistungskennzahlen für die Umweltverträglichkeit des Unternehmens umfassen. Neue Erfolgsindikatoren sollten Strategien zur langfristigen Nachhaltigkeit für das Unternehmen UND die Umwelt einschließen. Diese schließen sich ja nicht gegenseitig aus, sondern sind Teil desselben Lebensraums.

Durch unsere Geschäftstätigkeit wissen wir bereits, dass langfristig genutzte Altgeräte zur Bildung von langfristig orientierten Unternehmen beitragen können. Die Integration gebrauchter Hardware und die Verlängerung ihrer Wartung kann Ausgaben für Capex und Opex durchschnittlich um mehr als 50 % verringern. Den Unternehmen bleibt dann mehr Geld für die Finanzierung von Innovationen und Wachstum. Außerdem werden weniger Geräte pro Jahr dem Recycling- oder Abfallsystem zugeführt.

Für effektive Nachhaltigkeit ist allerdings mehr erforderlich, als dass einzelne Unternehmen erfolgreich wirtschaften. Zum Glück bemühen sich bereits ganze Länder um nachhaltige globale Innovationen. Sie sind dabei sehr kreativ.

In Japan gilt Elektroschrott als ein so revolutionäres Umweltthema, dass das Land den Gewinnern der Olympischen Sommerspiele 2020 zur Siegerehrung recycelten Abfall überreichen wird. Sie haben richtig gehört: Die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen werden aus acht Tonnen Metall hergestellt, das aus Smartphones und anderen Geräten gewonnen wurde.

Diese Denkweise ist mehr als Gold wert.

Möchten Sie mehr erfahren? Hier erfahren Sie mehr über unseren Service für Wartung, gebrauchte Hardware und Recycling von IT-Geräten.

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