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Vice President, Asia Pacific
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Warum Business-orientierte CIO mit dem weltweiten Konjunkturabschwung besser umgehen

August 2, 2016
Warum Business-orientierte CIO mit dem weltweiten Konjunkturabschwung besser umg

Kürzungen der IT-Budgets 

Im vergangenen Februar hat das Marktforschungsunternehmen IDC für die IT-Ausgaben erstmals in fünf Jahren einen weltweiten Rückgang prognostiziert. So soll das Marktwachstum in diesem Jahr voraussichtlich gerade 2 % betragen.

Dies überrascht allerdings nicht wirklich. In den letzten Jahren ist China eine immer wichtigere Ertragsquelle für den Technologiesektor geworden: Allein im letzten Jahr ist der chinesische Marktanteil um 11 % gewachsen. Doch die wirtschaftliche Unsicherheit des asiatischen Giganten wirkt sich natürlich auch auf den Weltmarkt aus. 

Zunehmende Kosteneinsparungen

Die durch die Konjunkturschwankungen der chinesischen Wirtschaft ausgelöste Kettenreaktion ist bereits deutlich erkennbar und wirkt sich erheblich auf andere Unternehmen in Asien aus. 

Einer unserer Kunden – ein multinationales Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Dollar und mit Sitz in der Region – hat einen dramatischen Rückgang seiner Erträge und seines Aktienkurses verzeichnet.

Das heißt, er muss einerseits den Gürtel deutlich enger schnallen, andererseits aber auch seine Geschäftstätigkeit fortsetzen. Außerdem führt diese Tendenz dazu, dass „Details“ wie künstliche Intelligenz, Automatisierung oder gar die Netzwerkwartung vernachlässigt werden. 

Und wie jeder weiß, sind Netzwerke das Fundament eines jeden modernen Unternehmens. Mangelnde Netzwerk-Instandhaltung gefährdet unweigerlich die Business Continuity. Dennoch steht mein Kunde vor genau dieser Situation, mit einer Netzwerkinfrastruktur, die sich in großen Teilen bereits in der End-of-Life-Phase befindet.  

Hierzu kam es, nachdem er sich bei seinem IT-Anbieter nach einer kostensparenden Lösung erkundigt hatte. Die Antwort des Händlers lautete: „Die einzige Möglichkeit, Kosten einzusparen, besteht darin, einen erheblichen Teil der Netzwerkwartung zu streichen.“
In diesem Fall bedeutet „End of Life“ außerdem nicht „Ende der Nutzungsdauer“, sondern lediglich das Ende des Instandhaltungsprogramms für die Netzinfrastruktur durch den IT-Anbieter. 

Und dies führt unweigerlich zu einer hochriskanten Situation. 

Anstatt sich auf innovative Lösungen zu konzentrieren, mit denen das Unternehmen die schwierige Lage hätte meistern können, wurde es in eine Sackgasse manövriert. 

Der Verzicht auf die Instandhaltung eines Großteils der Netzinfrastruktur ist keine Lösung und stellt ganz sicher kein kundenorientiertes Konzept dar. Heutzutage sollten Unternehmen Kompromisse dieser Art keinesfalls hinnehmen. 

Wie können Sie Ihre Strategie zur Kostensenkung der Vergangenheit heute nutzen? 

Gartner ist ein überzeugter Verfechter der „Bimodalen IT“". Mit dieser Strategie können Sie im Idealfall 30 % Ihrer für Innovation festgesetzten Mittel, die die Grundlage für den wahren Fortschritt Ihres Unternehmens bilden, schützen oder diesen Anteil noch erhöhen.  Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich Unternehmen vor allem auf die Einsparung von Kosten in den Budget-Bereichen konzentrieren, die für die Stabilität bestimmt ist (etwa 70 %), um so den kontinuierlichen Betrieb der Systeme zu gewährleisten.  Dies betrifft Kernelemente des Geschäftsbetriebs, wie zum Beispiel E-Mail-Server, die Stabilität der Rechenzentren usw.

Die gute Nachricht dabei ist, dass sich die Aufgaben der CIO in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. CIO sind heute nicht mehr nur Verantwortliche für die Beschaffung von Laptops und für den IT-Support, sondern wichtige betriebliche Entscheidungsträger.

Dank dieser geschäftsorientiert arbeitenden CIO zielen Unternehmen heutzutage verstärkt auf Innovation ab, wodurch Entscheidungen über IT-Investitionen häufiger auf der Grundlage der betrieblichen Erfordernisse getroffen werden – und nicht von den Anbietern der IT-Infrastruktur.

Diese Unternehmen wenden neue Strategien mit dem Ziel an, den Druck auf das für Systemstabilität abgestellte Budget zu mildern, sodass sie über Mittel verfügen, die in wichtige Innovationsprojekte zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit investiert werden können.

Wenn auch Ihr Unternehmen zu dieser Kategorie gehört, sind Sie auf das Konzept des Marktforschungsunternehmens IDC bereits vorbereitet (oder bereit dafür). 

Ich vertrete die Ansicht, dass der prognostizierte Konjunkturabschwung eine hervorragende Gelegenheit bietet, die IT-Strategie aktiv und im Hinblick auf die Verfahren zur Beschaffung, Instandhaltung und Aktualisierung der IT-Ressourcen Ihres Unternehmens neu zu überdenken, falls Sie dies nicht bereits getan haben. 

Die traditionellen IT-Anbieter können nicht über den Bestimmungszweck Ihres jährlichen Budgets entscheiden und Sie dazu zwingen, einen Betrag X auszugeben, um den Betrieb Ihrer Systeme zu gewährleisten, weil dies, ehrlich gesagt, für das Unternehmen nachteilig ist. 

Sehen Sie sich sorgfältig um. Es sind einige revolutionäre Technologien verfügbar, die es wert sind, von Ihnen in Erwägung gezogen zu werden. 

Bedenken Sie: wenn Sie keine fiskalische Budgetverantwortung für die Aufrechterhaltung des Netzbetriebes übernehmen, kann dies sehr bald „Licht aus“ für Ihren Betrieb bedeuten.

 

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